Der sardische Perkussionist Stanislas Pili aus Bern präsentiert eine eklektische Klangerzählung zwischen akustisch verstärkten Objekten des Alltags, Perkussionsinstrumenten, der menschlichen Stimme und Performance-Techniken des Musiktheaters: Spielplan manipuliert u.a. Uhren, Lineale und Ketten derart, dass sie eine intime Klanglandschaft erzeugen. In Trama wird der Percussionist zum Magier, der sich im Zauberspruch seiner Stimme in Interaktion mit Schlagzeug-Klängen verfängt. Pilis eigenes Werk Regime orizzontale entwickelt zwischen Stereo-Panning-Effekten und Präparationen der Großen Trommel die klingende Choreographie eines Sturms.
Vor und nach dem Konzert — In der Klanginstallation Materiale (2023) erzeugen die Bewegungen einer mit Sand präparierten, durch tiefe Frequenzen und Licht bestrahlten Leinwand kontinuierlich visuelle und klingende Reflexionen.
Stanislas Pili • Percussion, Performance, Soundinstallation
Stanislas Pili | *1989
Materiale für Leinwand, Schalltrichter, Sand, Taschenlampen | 2023
Mauricio Kagel | 1931-2008
Spielplan konzertante Fassung für verstärkte Objekte | 1970
Giorgio Battistelli | *1953
Trama für einen Schlagzeuger | 2001
Stanislas Pili | *1989
Regime Orizzontale für verstärkte große Trommel | 2019