Ausgehend von der Philosophie Gaston Bachelards erforscht dieses Naxos Hallenkonzert das Phänomen der liminal spaces – der Räume zwischen Traum und Realität, Materialität und Imagination. In diesen Spannungsfeldern wird Klang zur Architektur und Licht zum formenden Element des Raums. Zwischen Phantasie und Halluzination adressiert das Avant-Pop Werk Growth and Phantasm der Komponistin Zeynep Toraman den inzwischen nicht mehr produzierten analogen Synthesizer Dominion 1.
ΡΘЯTΛΓ von Raphaël Languillat in Zusammenarbeit mit dem bildenden Künstler Paul Pape erzeugt alienartige Lichtskulpturen aus fluoreszierendem Acrylglas – verletzliche und doch bedrohliche Gebilde zwischen Körper und Objekt, die auf Klang reagieren und den Raum in ein fremdes, organisch verbundenes System transformieren. Inspiriert von Schleimpilzen, die sich eindeutigen Kategorien entziehen, findet das Programm den Ausklang: In Slime Mold von Marta Haladzhun interagiert die Geigerin Malin Grass mit einer reaktiven Lichtinstallation der Komponistin und tritt dabei in Dialog zu einem digitalen lime mold.
Paul Hübner • Trompete
Sun Young Nam • Synthesizer
Malin Grass • Violine
Marie Schmit • Cello
Raphaël Languillat • Elektronik & Licht (ΡΘЯTΛΓ)
Paul Pape • Bühnenbild (ΡΘЯTΛΓ)
Marta Haladzhun • Licht (Slime Mold)
Zeynep Toraman | *1991
Growth and Phantasm | 2025
Raphaël Languillat | *1989
ΡΘЯTΛΓ | 2025/26
in Zusammenarbeit mit dem bildenden Künstler Paul Pape
Marta Haladzhun
Slime Mold | 2025