In der Musik des französischen Komponisten Patrice Sciortino (*1922) kollidieren Ausdrucksform des Primitivismus mit barocker Lyrik. Die Werke des polymorphen Individualisten bringen schrille, abstrakte Melodien, befremdlich-erweiterte Spieltechniken, sie sind reizvoll geheimnisvoll und doch seltsam zugänglich. Ihm gegenüber steht der amerikanische Zeitgenosse Jimmy Giuffre (1921-2008), bekannt geworden als Mitglied der legendären „Four Brothers“ Saxophon-Section der Woody Herman Bigband und als Komponist des gleichnamigen Titels – bis heute einer der größten Hits des Orchesters. Im Konzert erklingt Guiffres Western Suite (1958), im Vordergrund steht seine feine, impressionistische Jazz-Kammermusik, inspiriert von der Klangwelt Debussys.
Ulrich Büsing • Klarinette, Bass-Klarinette & Kontrabass-Klarinette
John-Noel Attard • Klavier
Oliver Leicht • Tenor-Saxophon, Klarinette & Alt-Klarinette
Christian Jaksjø • Ventil-Posaune
Bastian Ruppert • Gitarre