Das Synthesizertrio Lange//Berweck//Lorenz knüpft an die live gespielte Elektronik der 1980er Jahre an und überträgt sie in die Gegenwart. Ihr Programm für die Naxos Hallenkonzerte stellt aktuelle Werke in den Kontext von fast 100 Jahren elektronischer Musik. Bernard Parmegianis Stries (1980) dient als ein früher Bezugspunkt für die Kombination aus drei Live-Synthesizern und Tonband. Noch weiter zurück führt die aktuelle Transkription Johanna Magdalena Beyers Percussion Suite (1933), deren grafische Notation und erweitertes Klangverständnis bis heute visionär sind. Zurück in der Gegenwart reflektiert Florian Zwißler die Konzertsituation in Mäßig schnelle Achtel (2025) als einen humorvollen Wettstreit zwischen menschlicher live-Performance und technisch gesteuertem Studio-Experiment. Julia Mihály verbindet in Ein Raum, in dem man wohnt (2023) Alltagsklänge mit sonifizierten Biodaten von Zimmerpflanzen. Im Zyklus Repeat One (2017-) leitet Annette Schmucki dekonstruierte Popstücke als entrückte Erinnerungen in einen Kreislauf zurück zu ihrer ursprünglichen instrumentalen Inspirationsquelle, dem Synthesizer.
Lange//Berweck//Lorenz • Modularsynthesizer & Elektronik
Julia Mihály
Ein Raum, in dem man wohnt | 2023
Annette Schmucki
Repeat One Zyklus | 2017
Florian Zwißler
Mäßig schnelle Achtel | 2025
Florian Zwißler
Neues Werk | 2026
— PAUSE —
Bernard Parmegiani
Strio & Stries | 1980
Johanna Beyer
u.a. Percussion Suite (Transkription für Synthesizer-Trio) | 1933