Torupill / Scrapyard

Im 91. Naxos Hallenkonzert debütiert das Ensemble New Music Tallinn (ENMT) in Frankfurt am Main mit der Visitenkarte seiner beiden Gesichter – einerseits dem mit der avantgardistischen zeitgenössischen Musik verbundenen und andererseits dem in der performativen elektronischen Musik experimentierfreudigen:

Teil 1 - Die Sackpfeife Torupill ist für ihren charakteristischen Klang und ihre kulturelle Bedeutung in Estland bekannt. Jede Sackpfeife hat spezifische Intonationen und Klangfarben. Das ENMT hat fünf Komponist:innen mit unterschiedlichen stilistischen Ansätzen zu Mikrointervallen eingeladen, neue
Ensemblewerke zu schreiben, dabei die akustischen und psychoakustischen Eigenschaften zum Einsatz der Torupill zu untersuchen und daneben neue Perspektiven der Kombination mit Mikrointervallen zu entdecken. So entsteht ein avantgardistischer Bezug zum traditionellen Instrument.

Neue Werke für Torupill & Ensemble (2025) von Justina Repeckaite, William Dougherty, Arash Yazdani, Liisa Hirsch und Klaus Lang.

Teil 2 - Das ENMT präsentiert eine besondere Performance: Die Scrapyard-Series wurden 2020 ins Leben gerufen mit dem Ziel, die zeitgenössische Musik mit verschiedenen anderen Medien zu fusionieren, wobei eine Mischung aus DIY, Lo-Fi und klassischer Neuer Musik entsteht. Neben erweiterten Instrumentaltechniken spielen bei der Präsentation choreografische und visuelle Elemente eine zentrale Rolle.

BESETZUNG
Ensemble New Music Tallinn
Maria Lume - Flöte | Soo-Young Lee - Klarinette | Talvi Hunt - Klavier | Toomas Hendrik Ellervee - Violine | Talvi Nurgamaa - Bratsche | Paul-Gunnar Loorand - Cello | Madis Jürgens - Kontrabass | Arash Yazdani - musikalische Leitung

Katariin Raska - Torupill

PROGRAMM
Teil 1 - Torupill

William Dougherty (USA) - empty cisterns and exhausted wells (2025)* 
Klaus Lang (AUT) - corium (2025)*
Liisa Hirsch (EST) - Chorus. Immerse. Symmetry (2025)*
Arash Yazdani (EST) - Sherveh (2025)*
Justina Repečkaitė (LIT) - Millefleur (2025)

* commissioned by Ensemble for New Music Tallinn, funded by EvS musikstiftung

Teil 2 - Scrapyard

Arash Yazdani - Romance or something (2024) for 4 MIDI controllers
Jeffrey Arlo Brown - Motion Harmony #6 (2014) for 4 pendulums
Hugo Morales Murguia - Topspin Plasma (2021) for 3 musicians bug-zappers, cymbals and amplification system
Hugo Morales Murguia - 150pF (2012) for body capacitance and amplification system
Hugo Morales Murguia - Propulsion Etude (2014) for 4 jumpers and motion sensitive platforms

Ensemble Neue Musik Tallinn - © Sohvi Viik-Kalluste

Ensemble Neue Musik Tallinn

Koto & Taiko

Hanami – Zur Zeit der Kirschblüte begegnen sich in diesem Naxos Hallenkonzert zwei international herausragende Solist:innen der japanischen Musik: die Koto-Spielerin Naoko Kikuchi und der Taiko-Künstler Takuya Taniguchi. Gemeinsam gestalten sie ein ausdrucksstarkes Programm zur Feier des Frühlings. Zum Ausklang gibt es im Foyer japanische Petit Fours, Matcha-Tee und Sake.

Werke von Eitetsu Hayashi, Takuya Taniguchi, Kengyo Yoshizawa, Tadao Sawai und Klaus Lang.

Koreanische Musik. Folklore/Gegenwart

Traditionelle Musik & Tanz, Ensemblewerke von Il-Ryun Chung und Solowerke von Isang Yun

Dieses Naxos Hallenkonzert zeigt die vielfältige Bandbreite des koreanischen traditionellen Musik- und Tanzrepertoires, das seinen Ursprung in der Volkskunst und Ritualmusik hat. Zum Gesang von Sol-I So spielt das Ensemble GaMuAk auf traditionellen koreanischen Instrumenten: Janggu, Buk, Kwanggwari, Jing, Bara und Gayageum. Dazu tanzt die Tänzerin Yunhee Choi in traditionell-koreanischem Stil. Außerdem spielt das Ensemble ein Werk für traditionelle koreanische Instrumente von Il-Ryun Chung (*1964), eines zeitgenössischen Komponisten koreanischen Ursprungs. Als weitere Perspektive im Konzert spielen die Oboistin Shaghayegh Sharhrabi und die Flötistin Delphine Roche solo-Werke des großartigen koranischen Komponisten Isang Yun (1917-1995), der in der europäischen Musiktradition ausgebildet wurde und in seinem Werk die koreanische Tradition widerspiegelt.