Beats & Clouds

Der Abend beginnt mit einer musikalischen Expedition durch die Kleine Magellansche Wolke. In Raphaël Languillats „SMC (Clouds)“ verschmelzen Cello, Klavier und Elektronik und übertragen verschiedene Parameter des himmlischen Objekts in ein klingendes Szenario. Galina Ustvolskayas „Grand Duet“ kontrastiert dazu als musikalische Wüstenerfahrung – karg und intensiv. Aus den vorgefundenen Texturen flicht Lorica in seinen elektronischen Akzenten neue, organische Klangverbindungen, die er symbiotisch in das Programm fügt.

Werke von Raphaël Languillat, Galina Ustvolskaya, Marco Ramaglia & Iris Werhahn und Lorica.

kolloid | penumbra

Mit Fokus Percussion begegnen sich im Naxos Hallenkonzert zwei innovative Projekte: Während „Penumbra“ unter Verwendung von Drums, Spinett, Syntheziser und Electronics verschiedene Strömungen und Praktiken in der Klangerzeugung synthetisiert, kombiniert „Mechanical Reproducions“ Musik, Technologie und visuelle Kunst. Beide Projekte finden durch die technologische Erweiterung der menschlichen künstlerischen Möglichkeiten zu einer innovativen Klangsprache und erzeugen an der Schnittstelle zwischen Komposition und Improvisation spannende Fusionen.

Cosmic Birthday – 5 Jahre Naxos Hallenkonzerte

Zum Anlass der Feier ihres 5jährigen Bestehens unternehmen die Naxos Hallenkonzerte einen kosmischen Ausflug: Raphaël Languillat folgt in seiner Komposition ((( RSG ))) (2022) für verstärktes Streichquartett und Effekt-Pedale den letzten Vibrationen eines Red Supergiant Star. Die Kopenhagener Stimmkünstlerin und Komponistin Marcela Lucatelli improvisiert zu Aufnahmen von Weltraumklängen, die während mehrerer NASA-Missionen aufgezeichnet wurden. Die Reiseeindrücke illustriert die Lichtkünstlerin Katrin Bethge live über analoge Overhead-Projektions­bilder, die die Naxoshalle zugleich interstellar ausleuchten. Back to Earth stoßen wir an mit Pétillant Naturel – Weingut Lunkenheimer beim Ambient DJ-Set von outernational.lunki.

Electric Opener. Minimal <> Maximal

Ein Naxos Hallenkonzert als Essay der Symbiosen divergierender Stile: Die minimalistischen Synthesizer-Patches des ukrainischen Komponist ‚Heinali‘ / Oleh Shpudeiko basieren auf den zweistimmigen Organa der französischen Notre-Dame-Schule des 12. Jahrhunderts. Das Set der Zürcher Komponistin und Klangkünstlerin Noémi Büchi schöpft aus orchestralen Werken der Klassik und Romantik und schafft einen „elektronisch-symphonischen Maximalismus’’. Den Kontrapunkt dazu bilden die industriell anmutenden ‚Piece for Violin and Tape’ aus der Kooperation der in Frankfurt beheimateten Geigerin Veronika Paleeva mit dem Berliner Sound-Designer ‚Ivy‘ / Armin Hosseini.