Special Edition: WALD

Mit seinen live-Field Recordings entführt uns Lasse-Marc Riek im Frankfurter Stadtwald in die kaum wahrnehmbare Hörsphären zwischen Baumrinde und Wasserinsekten des Jacobiweihers. Die Bioakustik spiegelt sich in Musikwerken des französischen Barocks: Nachtigall, tanzende Bäume und Wasserstrudel erscheinen in Interpretationen des Ensembles La Tirata. Feengleich bewegt sich dazwischen die Tänzerin Britta Schönbrunn, verbindet Mensch und Waldzauber.

Die Künstler*innen wurden im Rahmen des Open Call: WALD der Naxos Hallenkonzerte ausgewählt. Gefördert wird das Projekt vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain.

Anreise
Tram 17 — Station Oberschweinstiege, Treff- & Startpunkt
Auto — Parkplatz Oberschweinstiegschneise

Eintreffen: ab 14:30 Uhr | Kasse schließt: 14:59 Uhr
Beginn: 15:00 Uhr | Ende: bis 16:30 Uhr

BESETZUNG

Ensemble La Tirata
Daja Leevke Hinrichs - Traversflöte & Barockpiccolo
Renate Mundi - Viola da Gamba
Yoshio Takayanagi - Theorbe & Barockgitarre

Lasse-Marc Riek - Soundperformance, Field-Recordings
Britta Schönbrunn
- Tanzperformance

PROGRAMM (La Tirata)

Michel Blavet (1700-1768)
Sonata IV La Lumague

François Couperin (1668-1733)
aus Pièces de Clavecin:
Fanfare pour la suitte de la Diane
La Diane
Rossignol en amour
La Lutine

Georg Friedrich Händel (1685-1759)
Arie: Diedi il core (Atalanta)

Jean-Henri d’Anglebert (1629-1691)
aus Pièces de Clavecin:
Ritournelle des Fées des Rolland
Dans nos bois

Jean-Baptiste Lully (1632-1687)
arr. Robert de Visée (ca. 1660-1732)
Entrée d'Apollon

Robert de Visée
Chaconne

Marin Marais (1656-1728)
aus Pièces de viole: Les Voix humaines

Nicolas Chedeville le Cadet (1705-1782)
aus Les Deffis ou L´Etude amusante op.9:
La Feé
L´Air de Plaire
Les Tourbillons

Lasse-Marc Riek - Foto © Ralf Hettler
Ensemble La Tirata - Foto © Sebastian Bähring
Britta Schönbrunn - Foto © Atelier ARTenWEISE

La Nuit

Das Programm LA NUIT symbolisiert den befreienden Sehnsuchtsort einer effizienzgetriebenen Gesellschaft. Inspiriert am höfischen Spektakel des Ballet de la nuit (1653 in Paris) gehen die vier Konzertabschnitte auf die Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft ein – klanglich durch Musikwerke des französischen Barock vertreten, interpretiert auf historischen Instrumenten durch das Ensemble BaroqueLAB Frankfurt. Der Musik zur Seite geleiten Tanz und Licht das Publikum auf sinnlichem Pfade durch die Nacht.

PROGRAMM
Neuinterpretation des „Ballet de la Nuit“ (1653 in Paris, höfisches Ballettspektakel in vier Teilen)

BESETZUNG
BaroqueLAB Frankfurt — Violine: Emanuele Breda, Judith von der Goltz, Anna Kaiser, Swaantje Kaiser, Rebecca Raimondi, Hannah Visser | Viola: Maider Díaz de Greñu, Joaquín Reyes Bórquez | Basse de Violon: Johannes Berger, Malena Pflock | Violoncello/Viola da Gamba: Sylvia Demgenski | Violone: Kinnon Church | Cembalo: Kadra Dreizehnter | Laute/Theorbe: Vanessa Heinisch | Percussion: Stefan Gawlick | Tanz: Maria Kobzeva | Overhead Lichtprojektionen: Katrin Bethge

Ensemble BaroqueLAB Frankfurt am 31. August 2024 im Produktionshaus Naxos — © Raphaël Languillat

re:cord

Das Duo re:cord betrachtet im Tandem mit der Schauspielerin Birgit Heuser die nichtlinearen Bezüge zwischen Mittelalter, Renaissance, Barock und Gegenwart. Es geht dabei um die Balance zwischen Verlangsamung und Beschleunigung, die Verbindung zum Planeten Erde und, ausgehend vom Motiv der Schildkröte – um die Themen Gelassenheit, Beharrlichkeit, Langlebigkeit.

Werke u.a. von Hildegard von Bingen, Guillaume de Machaut, Tarquinio Merula, Georg Philipp Telemann, Luciano Berio, Wolfram Schurig, Chikage Imai.

Tanzkamera auf Naxos

Lange Belichtungszeiten, lichtempfindliches Papier: die Tanzkamera bezieht sich auf die Anfänge der Fotografie. Neuartig ist ihr Glasfaser-Lichtzeichner, der über Schnüre mit Tänzer:innen verbunden ist und ihre Bewegungen optisch auf großformatigen Fotografien fixiert. Zum Tanz erklingen Musikwerke, die für dekadente Gesellschaftsformen am Rande oder im Moment ihres Kollapses stehen: Cembalowerke des französischen Hofs Louis XIV. und die neobarocke Klaviersuite Le Tombeau de Couperin von Ravel, deren Einzelsätze im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten gewidmet sind. Das Naxos Hallenkonzert untersucht die Beziehung zwischen Mensch und Maschine und die Gefahr, die droht, wenn die fragile Balance sozial überlebenswichtiger Normen und Werte verloren geht.